Wie die Google-Glass-Technologie funktioniert und was sie zum Laufen bringt

November 16, 2017 CircuitStudio

Junge mit Zauberstab in Bibliothek

 

 

Arthur C. Clarke sagte einmal „Jede hinreichend fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht mehr zu unterscheiden.“ Wenn dem so ist, müssten bei Google viele Hexen und Hexenmeister angestellt sein. Sie haben die technische Entwicklung jahrelang vorangetrieben, und viele ihrer Ideen tragen inzwischen Früchte. Produkte wie die selbstfahrenden Autos des Unternehmens sind schon sehr ausgereift. Persönlich setze ich meine Hoffnung jedoch auf eine intelligente Sensorplattform, die Google mitfinanziert hat. Mit Abstand die coolste Sache, auf die wir gewartet haben, ist die Google Glass. In den Jahren 2012 und 2013 hat diese Datenbrille uns alle inspiriert. Wir begannen über eine Welt nachzudenken, in der das Internet mit all seinen Möglichkeiten nur einen Wimpernschlag entfernt ist. Diese Träume können jetzt in unseren Büros wahr werden, denn Google hat vor kurzem bekanntgegeben, dass die Glass-Datenbrille mit einer Enterprise Edition (Glass EE) zurück ist. Lassen Sie uns sehen, wie die erste Glass-Datenbrille funktionierte und welche Bauteile ihre Funktionen ermöglichten. Anschließend stellen wir ein paar fundierte Vermutungen darüber an, was wir in der neuen Datenbrille Glass EE vorfinden werden.

Die Funktionsweise

Eine der besten Eigenschaften der Glass-Datenbrille ist ihre elegante Einfachheit. Als ich sie zum ersten Mal sah, dachte ich wirklich, dass schon etwas Zauberei hinter der Funktionsweise stecken müsse. Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass die Ingenieure bei Google auch nur mit Wasser kochen. Sie verwenden ein ausgeklügeltes Prismen- und Projektorsystem, um Informationen in Form eines Strahls direkt in Ihr Auge zu bringen. Diese Informationen werden gesammelt und von einem kleinen Computer und seinen zugehörigen Chips, die in einem der Brillenbügel integriert sind, verarbeitet.

Was ich anfangs am geheimnisvollsten an der Glass-Datenbrille fand, als ich sie das erste Mal sah, war die Art und Weise, wie die Bilder tatsächlich dargestellt werden. Andere intelligente Brillen haben direkt vor dem Auge einen Bildschirm, sodass zweifelsfrei zu erkennen ist, wo die Bilder angezeigt werden. Die Glass-Datenbrille verfügt allerdings nur über ein kleines Prisma, das seitlich am Auge befestigt ist. Es stellt sich heraus, dass die Glass-Datenbrille einen kleinen Projektor verwendet, um Bilder zu produzieren, die dann durch das Prisma in Ihr Auge umgelenkt werden. Das ist unglaublich clever gelöst, da auf diese Weise das Blickfeld des Benutzers kaum beeinträchtigt wird und es gleichzeitig möglich ist, die Benutzeroberfläche zu sehen. Weniger innovative Produkte sehen aus wie eine Sonnenbrille mit kleinen Bildschirmen und jeder weiß, dass das Tragen einer Sonnenbrille nur draußen cool ist. Durch das Prisma und den Projektor hat Google eine futuristischere Ästhetik geschaffen, welche die Brille von Mitbewerbern abhebt.

Der Rest der Glass-Datenbrille ähnelt – wenn man von der Form absieht – anderen eingebetteten Systemen. Eine Batterie speist einen Mikroprozessor, ein Touchpad, Sensoren, ein Mikrofon, Knochenleitungs-Kopfhörer und die Kamera. Die Kamera kann zum Aufnehmen von Bildern oder Videos genutzt werden. Das Mikrofon dient zum Aufzeichnen von Text und zur Eingabe von Befehlen, wobei Ihnen das Touchpad eine eher taktile Navigationsoption bietet.

 

Emmanuel Macron, wie er eine Google Glass-Datenbrille trägt

Google Glass im Einsatz. Redaktioneller Bildnachweis: Frederic Legrand - COMEO / Shutterstock.com

 

 

Bausteine der ursprünglichen Glass-Datenbrille

Wenn wir darüber mutmaßen wollen, was sich alles in der neuen Datenbrille Glass EE befindet, müssen wir darauf zurückblicken, welche Chips die ursprüngliche Glass-Datenbrille enthielt. Ich gehe hier nur auf die Highlights ein, es gibt jedoch jede Menge Komplett-Zerlegungenhttp://www.catwig.com/google-glass-teardown/.

 

  • Prozessor In der Glass-Datenbrille wird die integrierte Schaltung OMAP4430 von Texas Instruments verwendet, die speziell für mobile Anwendungen konzipiert wurde.

  • Display – Es kann Bilder mit einer Auflösung von 640 x 360 erzeugen, und das mit einem Bildschirm, der so groß wie ein Zehncentstück ist.

  • Akku – Als Stromversorgung für die Brille verwendet Google einen Lithium-Polymer-Akku mit einer geschätzten Kapazität von 570 mAh.

  • Speicher – Die Glass-Datenbrille besitzt mit 16 GB NAND-Flash-Speicher und 1 GB SDRAM erstaunlich viel Speicherplatz für eine Brille.

  • Kamera – Damit Sie andere Menschen durch Ihre Augen blicken lassen können, lassen sich mit der Kamera, welche zu 5 Megapixel fähig ist, Fotos oder Videos mit einer Auflösung von 720p aufnehmen.

 

 

Gebäude mit Intel-Logo
Google wird voraussichtlich einen neuen stromsparenden Atom-Prozessor für die Datenbrille Glas EE verwenden.
Redaktionelle Rechte: StockStudio / Shutterstock.com

 

 

Die Bauteile der Glass EE-Datenbrille

Während uns diese Eckdaten im Jahr 2012 denken ließen, es müsse Zauberei im Spiel sein, um „hinreichend fortschrittlich“ zu bleiben, muss Google nunmehr seinen Einsatz erhöhen. Das hat das Unternehmen auch vor, und tatsächlich liegen uns ein paar Informationen darüber vor, wie dies bewerkstelligt werden soll.

 

  • Prozessor – In der neuen Datenbrille Glass EE soll laut Google https://www.engadget.com/2017/07/18/google-glass-is-officially-back-with-a-clearer-vision/ ein Intel Atom-Prozessor eingesetzt werden. Es ist noch nicht bekannt, welcher es sein wird, doch bin ich mir sicher, dass dieser leistungsstark genug sein wird, um Anwendungen auszuführen, Videos zu streamen und alle anderen Aufgaben zu erledigen, die Sie möchten.

  • Display – Angeblich hat das neue Modell ein größeres Prisma. Allerdings wird die Auflösung bei 640 x 360 Pixel bleiben.

  • Akku – Was die Stromversorgung betrifft, gab es seit 2012 einige Fortschritte insbesondere bei den Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus. Zwar ist noch unklar, welcher Akkutyp verwendet wird, jedoch wird erwartet, dass die Kapazität auf 780 mAh ansteigt.

  • Speicher – Es wurde berichtet, dass die Speicherkapazität in der Datenbrille Glass EE verdoppelt wird. Dies bedeutet, dass dann eine Massenspeicherkapazität von 32 GB und 2 GB RAM zur Verfügung stehen werden.

  • Kamera – Mit der neuen Version wird es möglich sein, Ihre Arbeit in höherer Auflösung zu dokumentieren, da eine 8-Megapixel-Kamera integriert ist.

  • Sonstiges – Es gibt noch eine Reihe weiterer Verbesserungen, die in der nächsten Generation der Glass-Datenbrille enthalten sein werden. Offenbar wird das neue Modell einen normalen Lautsprecher anstatt eines Knochenleitungs-Lautsprechers besitzen. Die neue Datenbrille wird auch WLAN mit Dual-Band-Technologie von 2.4 GHz und 5 GHz unterstützen. Die Bluetooth-Funktionalität wird durch vielfache Verbindungsmöglichkeiten ebenfalls verbessert. Eine weitere grundlegende Änderung wird das zusammenklappbare Design sein, wodurch sie mehr Ähnlichkeit mit einer herkömmlichen Brille bekommt.

Alle diese möglichen Upgrades haben mich von der Glass EE sehr begeistert. Es ist bereits ein bewährtes Produkt, das in mehreren Branchen eingesetzt wird und diese bei der Effizienzsteigerung unterstützte. Wenn Sie Ihrem Chef die Funktionsweise erklären, wird es weniger an schwarze Magie erinnern, sondern mehr wie ein großartiges Office-Tool aussehen. Dann wird Ihr Chef Ihnen vielleicht einige für Ihr Arbeitsumfeld kaufen. Ich hoffe, dass Sie genauso wie ich gespannt darauf sind, die neue und verbesserte Glass-Datenbrille wieder im Einsatz zu sehen.

Wenn Sie ebenso wie ein Elektronikentwickler bei Google neue, bahnbrechende Produkte entwickeln möchten, benötigen Sie dafür Software, die dem neuesten Stand der Technik entspricht. CircuitStudio bringt Ihre Arbeit durch eine große Auswahl an Tools voran. Legen Sie los und entwickeln Sie etwas Magisches.

Haben Sie weitere Fragen zu bahnbrechenden Designs? Dann kontaktieren Sie einen Experten bei Altium.

 
 
 
 
 
 
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